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Beim Korrekturlesen wird darauf geachtet, dass ein Text den sprachlichen und formellen Anforderungen genügt.

So stellen zum Beispiel Verlage oder Zeitschriften, die einen Artikel veröffentlichen wollen, bestimmte Anforderungen an das Manuskript.

Es muss in einer vorgegebenen Schriftart, in einer festen Schriftgröße und mit einer maximalen Zeichenzahl verfasst worden sein. Werden Bilder oder Grafiken in den Text eingebracht, müssen diese richtig positioniert werden und mit der passenden Unterschrift versehen werden.

All das ist Aufgabe der Korrektoren. Sie fertigen sich dazu eine Kopie der Datei mit dem Originaltext an, in die sie die Änderungen direkt einbringen können. So hat der Auftraggeber jederzeit die Chance, die Änderungen nachzuvollziehen und gegebenenfalls nicht anzunehmen.

Für das Korrekturlesen kommen verschiedene Textsorten in Frage. So geben Unternehmen teilweise den gesamten Schriftverkehr mit anderen Unternehmen zur Korrektur, vor allem, wenn die Briefe ins Ausland gehen sollen. Veranstalter und Tourismusbetriebe etwa geben ihre Prospekte und Angebote zur Korrektur. Auch Studenten oder Wissenschaftler können Fachtexte korrigieren lassen.

Es kommt bei der Korrektur übrigens nicht nur auf die Einhaltung der aktuell geltenden Rechtschreibung an, sondern auch auf die Grammatik oder die Stilistik. Nimmt man das Beispiel der Fachzeitschrift, in der ein bestimmter Stil vorgegeben wird, so muss sich jeder Artikel dem anpassen.

Auch ein Werbebrief, der an eine bestimmte Zielgruppe gerichtet ist, muss sich an diese anpassen. Das heißt, die verwendete Sprache darf nicht zu jugendlich klingen und Slangausdrücke verwenden, wenn die Zielgruppe die Senioren sind. Sie würden sich nicht angesprochen – eher noch veralbert – fühlen und die Aufwendungen zeitlicher und finanzieller Natur des Unternehmens für diese Werbemaßnahme wären vergeudet.

Hier hilft das Korrektorat, welches in der Lage sein sollte, das Schreiben entsprechend anzupassen, wenn der Dienstleister die nötigen Hintergrundinformationen erhält.

Korrektoren überprüfen auch die Formatierung von Bildern und Tabellen, von Grafiken und Fußnoten. Denn gerade bei kleineren Zeichen schleichen sich rasch Fehler ein, die der Autor gar nicht bemerkt, der Leser aber schon.

Und Fehler im Text werden rasch als unzureichende Sachkenntnis vom Leser deklariert und bleiben als Makel am Namen des Autors haften. Damit haben auch weitere Artikel vom ihm kaum Chancen auf Erfolg. Der Korrektor verhindert das.

 

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